Unkraut im Garten: Natürlich bekämpfen oder doch spritzen?

Kaum steigen die Temperaturen, spriesst nicht nur der Rasen – auch das Unkraut lässt nicht lange auf sich warten. Ob zwischen Pflastersteinen, im Blumenbeet oder auf Kieswegen: Viele Gartenbesitzer stellen sich jedes Jahr dieselbe Frage: Wie wird man Unkraut dauerhaft los?

Die schlechte Nachricht zuerst: Eine Lösung, die Unkraut für immer verschwinden lässt, gibt es leider nicht. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Methoden lässt sich der Aufwand deutlich reduzieren und der Garten langfristig gepflegt halten.

Warum wächst Unkraut überhaupt?

Als Unkraut bezeichnet man Pflanzen, die an einem Ort wachsen, an dem sie nicht erwünscht sind. Viele dieser Pflanzen sind erstaunlich widerstandsfähig. Ihre Samen werden durch den Wind verbreitet, von Vögeln eingetragen oder befinden sich bereits seit Jahren im Boden.

Besonders häufig tritt Unkraut auf:

  • zwischen Pflaster- und Terrassenfugen,
  • auf Kieswegen,
  • in schlecht gepflegten Beeten,
  • auf offenen Bodenflächen,
  • an sonnigen und trockenen Standorten.

Wer die Ursachen kennt, kann gezielt vorbeugen.

Unkraut natürlich bekämpfen – die umweltfreundliche Lösung

1. Regelmässig jäten

Die einfachste und oft wirksamste Methode ist das frühzeitige Entfernen von Unkraut. Je kleiner die Pflanzen sind, desto leichter lassen sie sich mitsamt den Wurzeln entfernen.

Besonders nach einem Regenschauer ist der Boden lockerer und das Jäten deutlich einfacher.

Ein weiterer Vorteil: Entfernt man das Unkraut rechtzeitig, kann es noch keine Samen bilden und sich nicht weiter im Garten ausbreiten.

Woran erkenne ich, ob Unkraut bereits Samen gebildet hat?

Grundsätzlich gilt: Solange die Pflanze noch nicht verblüht ist, hat sie meist noch keine reifen Samen gebildet. Sind hingegen bereits Samenstände sichtbar, sollte sie möglichst rasch entfernt werden.

Einige Beispiele:

  • Beim Löwenzahn sind die bekannten weissen «Pusteblumen» bereits reife Samen.
  • Das Hirtentäschel bildet kleine herzförmige Schoten.
  • Die Vogelmiere entwickelt kleine Samenkapseln.

Im Zweifel gilt: Lieber etwas zu früh jäten als zu spät.

2. Fugen sauber halten

Zwischen Verbundsteinen und Terrassenplatten finden Unkräuter ideale Bedingungen. Werden kleine Pflänzchen regelmässig entfernt, können sie sich nicht festsetzen und keine Samen bilden.

Unsere Werkzeug-Empfehlungen

Für kleinere Flächen

Wer nur eine kleine Terrasse oder einzelne Wege reinigen möchte, braucht meist kein teures Gerät.

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Rostfreier Stahl und ein 160 cm langer Holzstiel ermöglichen rückenschonendes Arbeiten im Stehen. Ideal für gelegentliche Einsätze.

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Robust, handlich und besonders beliebt für Terrassen und Gartenwege.

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Hochwertige Verarbeitung und mit dem Gardena-Combisystem kompatibel.

Für grössere Flächen

Wer regelmässig eine grössere Terrasse, einen Vorplatz oder eine lange Einfahrt reinigen muss, spart mit elektrischen Geräten enorm viel Zeit und Kraft.

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Die akkubetriebene Fugenbürste entfernt Unkraut und Moos bequem im Stehen – ganz ohne störendes Kabel.

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Die Premium-Akku-Lösung für alle, die maximale Flexibilität ohne Kabel wünschen.

Unser Tipp: Für kleinere Flächen reicht meist ein einfacher Fugenkratzer völlig aus. Wer jedoch grössere Terrassen oder Einfahrten regelmässig reinigen muss, spart mit einer elektrischen Fugenbürste enorm viel Zeit und Kraft.

3. Mulchen schützt vor neuem Unkraut

Eine Mulchschicht verhindert, dass Licht direkt auf die Bodenoberfläche gelangt. Dadurch keimen deutlich weniger Unkrautsamen.

Was bedeutet eigentlich «Mulchen»?

Beim Mulchen wird die Erde rund um die Pflanzen mit einer schützenden Schicht aus organischem oder mineralischem Material bedeckt. Diese Schicht nennt man Mulch und wirkt wie eine natürliche Schutzdecke für den Boden.

Zum Mulchen eignen sich beispielsweise:

  • Rindenmulch,
  • Holzschnitzel,
  • Rasenschnitt,
  • Stroh,
  • Laub,
  • Kies oder Splitt.

Gerade im Sommer bringt Mulchen grosse Vorteile mit sich. Durch die Hitze und die intensive Sonneneinstrahlung verdunstet viel Wasser aus dem Boden. Die Mulchschicht reduziert diese Verdunstung, sodass die Erde länger feucht bleibt. Pflanzen müssen dadurch oft weniger gegossen werden und sind während heisser Tage weniger gestresst.

Zusätzlich schützt die Mulchschicht den Boden vor starker Erwärmung und bietet Regenwürmern und anderen nützlichen Bodenorganismen bessere Lebensbedingungen.

Wichtig ist, die Mulchschicht nicht direkt an Pflanzenstängel oder Baumstämme anzulegen. Ein Abstand von etwa fünf bis zehn Zentimetern verhindert Staunässe und Fäulnis.

Als Faustregel gilt eine Mulchschicht von etwa drei bis sieben Zentimetern.

4. Bodendecker einsetzen

Bodendeckende Pflanzen wie Storchschnabel, Immergrün oder Teppichthymian beschatten den Boden und nehmen unerwünschten Pflanzen den Platz zum Wachsen.

Sie reduzieren den Pflegeaufwand und verschönern gleichzeitig den Garten.

Vorsicht bei Hausmitteln

Immer wieder kursieren Tipps wie Essig, Salz oder kochendes Wasser zur Unkrautbekämpfung.

Davon ist abzuraten.

Essig- und Salzlösungen können den Boden schädigen, Mikroorganismen beeinträchtigen und sind auf befestigten Flächen rechtlich problematisch. Was zunächst einfach klingt, kann langfristig mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.

Wann sind Pflanzenschutzmittel sinnvoll?

Bei starkem Befall oder besonders hartnäckigen Problempflanzen kann in gewissen Fällen der Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln sinnvoll sein.

Dabei gilt: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Pflanzenschutzmittel sollten niemals die erste Wahl sein. Zunächst sollten immer natürliche und mechanische Methoden ausgeschöpft werden. Wenn diese nicht ausreichen, kann eine fachgerechte Anwendung sinnvoll sein. Dabei müssen die geltenden Vorschriften eingehalten und die Mittel gezielt eingesetzt werden.

Die häufigsten Fehler bei der Unkrautbekämpfung

  • Unkraut erst entfernen, wenn es bereits Samen gebildet hat.
  • Nur die oberirdischen Pflanzenteile abreissen und die Wurzeln im Boden belassen.
  • Fugen und Kiesflächen über längere Zeit nicht pflegen.
  • Auf vermeintliche Hausmittel vertrauen.
  • Offene Bodenstellen ungeschützt lassen.

Was sind offene Bodenstellen?

Offene Bodenstellen sind Bereiche, in denen nackte Erde sichtbar ist – beispielsweise zwischen jungen Pflanzen, nach dem Entfernen alter Sträucher oder in neu angelegten Beeten.

Diese Flächen sind besonders anfällig für Unkraut, da Samen durch Wind oder Vögel leicht eingetragen werden können.

Wie schützt man offene Bodenstellen?

  • Eine Mulchschicht auftragen.
  • Bodendecker pflanzen.
  • Die Bepflanzung dichter gestalten.
  • Eine Gründüngung wie Phacelia oder Klee aussäen.

Je weniger freie Erde sichtbar ist, desto schwerer haben es unerwünschte Pflanzen, sich auszubreiten.

Fazit

Unkraut gehört zu jedem Garten dazu. Mit regelmässiger Pflege, natürlichen Massnahmen und etwas Vorbeugung lässt sich der Bewuchs jedoch gut kontrollieren – ganz ohne sofort zur Chemie greifen zu müssen.

Wer früh eingreift, spart Zeit, schont die Umwelt und kann seinen Garten den ganzen Sommer über geniessen.

Und wenn die Arbeit doch einmal überhandnimmt oder besonders hartnäckige Fälle auftreten, lohnt es sich, eine Fachperson beizuziehen. So finden Sie die passende Lösung für Ihren Garten – effizient, nachhaltig und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.

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Tahir Hasanaj
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